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COSTA RICA UND NICARAGUA
 

SAMSTAG, 21.02.2015 - ANREISE NACH COSTA RICA

Die Reise begann am Flughafen Berlin-Tegel mit Aufregung, da ich bei meinem ESTA-Antrag für die Einreise in die USA einen Tippfehler gemacht hatte. Ich konnte nicht einchecken und musste in aller Eile im Internet einen neuen ESTA-Antrag im Internet stellen ... auf dem iPhone, was ziemlich unübersichtlich war. Endlich fertig musste ich feststellen, dass ich den Antrag nicht auf der offiziellen US-Regierungs-Webseite gestellt habe und dieser nicht sofort gültig war, verbunden mit einer horrenden Gebühr von über 80 USD. Also alles nochmal von vorne und dann hat es endlich geklappt. Gerade noch rechtzeitig, als ich durch die Sicherheitskontrolle durch war, musste ich schon direkt in das Flugzeug einsteigen. Zum Glück war die Maschine nicht voll und so hatte ich einen Fensterplatz und der Platz neben mir war frei. Die Einreise in die USA in Newark klappte problemlos, aber der Officer von der Immigration erzählte mir gleich, dass meine Weiterreise nach Costa Rica wohl Verspätung haben wird, wegen des erwarteten starken Schneefalls in Newark. Während der Wartezeit auf den Anschlussflug begann es immer stärker zu schneien und ich guckte ständig auf die Anzeigetafel, immer in der Angst, dass die Maschine gestrichen wird. Zum Glück war dies nicht der Fall. Wir konnten fast pünktlich einsteigen, aber dann gab es doch noch eine Verspätung, da noch einige Koffer eingeladen werden mussten und das Flugzeug aufgrund des Schneefalls enteist werden musste. Mit über einer Stunde Verspätung ging es dann endlich los und um kurz nach 23.00 Uhr erreichten wird San Jose. Die Einreise verlief im Eiltempo, alle Schalter waren besetzt und der Koffer war auch gleich da. Am Ausgang wartete schon Freddy, der Busfahrer um mich abzuholen und zum Hotel zu bringen. Nach ca. 20 Minuten Fahrt waren wir dann schon am Hotel Don Carlos und ich konnte mein Zimmer beziehen. Noch schnell den Koffer kurz geöffnet und das notwendigste rausgekramt und dann hundemüde ab ins Bett. Kaum lag ich im Bett habe ich kein Auge zugetan und lag noch lange wach.

 

SONNTAG, 22.02.2015 - POAS-VULKAN UND FAHRT ZUM TENORIO NP

Der Tag begann früh, da ich nicht richtig schlafen konnte und so war ich schon vor dem Frühstück kurz zu Fuß in der Hotelumgebung unterwegs. Beim Frühstück habe ich dann die anderen von der Gruppe und Christian, den Reiseleiter getroffen. Nach dem Frühstück ging es los und wir fuhren zum Poas-Vulkan. Der Poas-Vulkan hat eine Höhe von 2708 Meter und liegt im Parque Nacional Volcán Poás. An seinen Flanken wird unter anderem Kaffee angebaut.

Der Poás beherbergt zwei Kraterseen. Der bekanntere nördliche und aktive Krater hat einen Durchmesser von gut 1500 Metern, ist rund 300 Meter tief und birgt die Laguna Caliente, deren Durchmesser 365 Meter beträgt. Es ist ein Säuresee mit einem pH-Wert von weniger als 1 und gehört damit zu den sauersten Kraterseen der Welt. Sein ätzendes Wasser ist intensiv türkisblau. Der andere Kratersee trägt den Namen Botos

Während unserer Fahrt zum änderte sich die Wetter- und Wolkenlage am Vulkan ständig, so dass nicht sicher war, ob wir den Kratersee überhaupt sehen würden. Als wir im Park ankamen und den Bus verließen wehte ein starker, kühler Wind und wir waren mitten in den Wolken, was zu einem leichten Nieselregen führte. Wir gingen zum Kraterrand und sahen erst mal gar nichts außer Nebel. Wir wanderten dann einen Rundweg durch den Wald. Im Wald war es sehr feucht und überall wuchsen Moose und Farne. Am Ende der kleinen Wanderung riss die Wolkendecke auf und die Sonne kam heraus. Als wir dann noch einmal zum Kraterrand gingen hatten wir einen guten Blick auf den Krater und den Kratersee. Danach ging es weiter mit dem Bus in Richtung Tenorio NP. Unterwegs machten wir kurz Rast an einem Buffet-Restaurant um uns zu stärken. Ich aß Hühnchen mit heller Soße und Reis. Weiter ging es entlang der Panamericana und wir genossen die Aussichten auf die weiten Landschaften. Es gab dann noch eine kurze Kaffeepause an einer Stelle, an der mehrere frei lebende Aras leben. Die anderen tranken Kaffee und ich hatte Glück, als ich zwei Aras auf dem Nachbargrundstück entdeckte und ein paar Fotos machen konnte. Am späten Nachmittag kamen wir dann in der Tenorio Lodge in Bijagua an. Die Zimmer waren hier wirklich sehr schön und jeder hatte ein kleines Bungalow mit einer großen Glasfront mit einer tollen Aussicht. Vor dem Abendessen hat sich die Gruppe getroffen und es gab eine kurze Kennenlernrunde. Danach gab es Abendessen im Hotel, bei dem ich mir ein leckeres Filet Mignon schmecken ließ.
 

MONTAG, 23.02.2015 - TENORIO NP

Die Nacht zum Montag war sehr unruhig. Es wehte ein starker Wind und es regnete fast die gesamte Nacht wie aus Kübeln. Auch am Morgen war das Wetter nur wenig besser und so begann unsere Wanderung im Tenorio NP im Regen. Wegen des zu erwartenden matschigen Bodens hatten sich die meisten von uns Gummistiefel ausgeliehen, was – wie sich später herausstellte - eine gute Entscheidung war. Wir wanderten durch den immergrünen dichten Regenwald. Erste Station war der Wasserfall, danach ging es zum Río Celeste, dem „himmelblauen Fluss“. Wir kamen an unterirdisch gespeisten Thermalquellen vorbei und konnten am Ende der Tour den „Färberplatz“ bestaunen, eine Stelle, an der zwei Flüsse mit unterschiedlichen chemischen Eigenschaften zusammenfließen. Es ging dann denselben Weg zurück zum Ausgangspunkt. Die Wegstrecke wurde während der Wanderung immer matschiger und man versank bei jedem Schritt etwas und musste sehr aufpassen, da alles sehr rutschig war. Leider gab es während der gesamten Wanderung nur wenige Tiere/Insekten zu sehen. Auf der Busfahrt zurück zur Lodge hatten wir dann etwas mehr Glück, wir sahen einen Tukan und mehrere Brüllaffen am Rand der Straße. Zurück in der Lodge hatten wir den Nachmittag zur freien Verfügung. Ich nutzte die Zeit und machte einen Spaziergang in der Nähe der Lodge, bei dem ich einige farbenfrohe Vögel vor die Linse bekam. Am Abend fuhren wir mit dem Bus zum Essen zu einem Restaurant an der nahegelegenen Hauptstraße. Wir saßen recht rustikal in einem offenen Restaurant mit Wellblechdach, aber das Essen war sehr reichhaltig, lecker und im Vergleich zum Vortag auch sehr günstig. Meine Pizza war wirklich gut.
 

DIENSTAG, 24.02.2015 - FAHRT NACH NICARAGUA

Der heutige Tag begann sehr früh mit einem Frühstück um 6:00 Uhr. Direkt nach dem Frühstück ging es weiter und wir fuhren zur Grenze nach Nicaragua. Der Grenzübergang war abenteuerlich. Als erstes mussten wir aus Costa Rica ausreisen. Wir füllten ein Formular aus und haben dann gegen eine Zahlung einer Ausreisegebühr einen Ausreisestempel in unseren Pass bekommen. Dann musste jeder mit seinem Gepäck zu Fuß die Grenze überqueren. Vor der Einreise nach Nicaragua wurde bei jedem in einer recht primitiven „Ebola-Station“, die nur aus einem Dach und zwei Schreibtischen bestand, die Körper-Temperatur gemessen, eine Vorsichtsmaßnahme um zu testen, ob jemand Ebola hat. Hatte man die „Untersuchung“ bestanden erhielt man einen kleinen Mini-Zettel, den man bei der folgenden Einreise vorlegen musste. Dann musste man wieder eine Gebühr bezahlen und unser Reiseleiter aus Nicaragua, Walter, hat die weiteren Formalitäten der Einreise erledigt. Es hat alles etwas gedauert, aber insgesamt hat alles gut geklappt. Der Bus in Nicaragua war nicht ganz so komfortabel wie der Bus in Costa Rica und ein Teil des Gepäcks wurde auf dem Dach transportiert. Das Wetter zeigte sich auch nicht gerade von der besten Seite, dunkle Wolken zogen über uns hinweg, und es begann sogar kurz zu regnen. Zum Glück dauerte der Regen nicht lange und das Wetter wurde immer besser, je länger wir unterwegs waren. Nach der Einreise machten wir unseren ersten Stopp an einem Supermarkt, so dass sich jeder ein Lunchpaket kaufen konnte. Wir fuhren dann nach Catarina, wo wir am Rande der Lagune „Laguna de Apoyo“ unsere Mittagspause machten. Ich nutzte die Mittagspause für einen kurzen Spaziergang entlang der Zufahrtsstraße.

Der mittelamerikanische Kratersee Apoyo liegt 4 km nordwestlich des großen Nicaraguasees inmitten eines Calderagebietes von 36,32 km². Er hat einen Durchmesser von 4 km, die größte Tiefe beträgt 178 m, die Fläche des Sees 20,92 km². Die Caldera entstand durch eine Serie von Vulkanausbrüchen, deren letzter vor 23.000 Jahren stattfand.

Weiter ging es zum Masaya-Nationalpark, einem Park mit mehreren Vulkanen, die zum Teil noch aktiv sind.

Der Masaya gilt als einer der aktivsten Vulkane Amerikas, auf dem Grund seines 260 m tiefen Kraters befindet sich ein Lavasee. Nach zahlreichen Ausbrüchen im 20. Jahrhundert stößt der Vulkan heute gewöhnlich täglich größere Mengen von Schwefeldioxidwolken aus, der letzte (kleinere) Ausbruch war im Jahre 2008.

Nach einer kurzen Einführung im Visitor-Center besuchten wir gemeinsam mit einem Ranger den Park. An der ersten Station gingen wir an einen noch wachsenden Vulkan entlang. Wir besichtigten die alten Lavaströme von einem der Ausbrücke aus dem 18. Jahrhundert und bestaunten dann einige aktive Fumarolen, aus denen heißer Dampf entströmte. Das gesamte Gebiet ist nicht bewaldet und es wachsen nur wenige Pflanzen, was daran liegt, dass die Bodentemperatur bei über 70 Grad Celsius liegt. Weiter ging es zum Santiago-Krater, dem aktivsten Vulkan des Parks. Hier entweichen ständig große Mengen an Gasen. Wir umwanderten den alten Kegel neben dem aktiven Krater. Unterwegs hatte man leider nicht so gute Aussichten auf die Umgebung, es war etwas diesig, aber man konnte die beiden großen Seen Nicaraguas, den Nicaraguasee und den Managuasee, trotzdem gut erkennen. Unterwegs habe ich mich dann noch Birgit und Rüdiger angeschlossen, die ständig beim geocachen waren. An einer Stelle mit einer tollen Aussicht hob ich mit Ihnen meinen ersten in Nicaragua. Nach dem Besuch des NP fuhren wir dann nach Granada zu unserem Hotel „Patio del Malinche“. Das Hotel war direkt in der Innenstadt und hatte einen großen Innenhof mit vielen Pflanzen und einem Pool. Wir gingen zum Abendessen in ein Restaurant in der Nähe des Hotels. Es dauerte ziemlich lange, bis jeder endlich sein Essen hatte, aber es schmeckte gut. Im Anschluss ging die ganze Gruppe noch einen oder mehrere Cocktails trinken in einem Restaurant in der Fußgängerzone. Birgit, Rüdiger und ich machten auf dem Weg zurück in das Hotel dann noch ein paar Nachtaufnahmen von Granada.
 

MITTWOCH, 25.02.2015 - GRANADA

Granada ist die drittgrößte Stadt Nicaraguas, sie liegt 47 km südlich der Landeshauptstadt Managua an der Westküste des Nicaraguasees, sie ist auch Sitz des gleichnamigen Departamentos. Die im kolonialistischen Stil erbaute Stadt wird auch La gran Sultana (die große Rosine, umgangssprachlich die fette Rosine] genannt. Die Stadt liegt am Fuße des 1344 m hohen Vulkans Mombacho. Sehenswürdigkeiten: Kathedrale: Die 1529 erstmals erbaute Kathedrale gilt als eine der wichtigsten Kolonialbauten Zentralamerikas. Der jetzige Bau stammt aus dem Jahre 1880 und wurde 1905 zum letzten Mal erneuert. Der ursprüngliche Bau wurde bei dem großen Brand 1856 zerstört. La Merced-Kirche: Erbaut von 1781 bis 1783. Die Außenfassade hat einen barocken Baustil, jedoch ist der Grundriss dem Kolonialstil zuzuordnen. Ihren Namen verdankt sie ihrer Umgebung: Sie steht inmitten des Marktrummels. Auch diese Kirche wurde 1856 in Brand gesteckt. San Francisco-Kloster: Es wurde 1529 von Bruder Toribio Benevante Motolina gegründet, einem Franziskaner (OFM). Um 1835 wurde es auch als Universität genutzt, zwischen 1867 und 1868 wurde es zum Kloster. Seit 1986 ist hier eine Ausstellung für präkolumbische Statuen sowie ein Museum für die Architektur Granadas untergebracht. Casa de los tres mundos: Der ehemalige Kolonialbau aus dem 16. Jahrhundert wurde von der Fundacion Casa de los tres mundos zwischen 1988 und 1995 aufwändig restauriert. Er beherbergt heute das Stadtarchiv von Granada und das internationale Kulturzentrum Casa de los tres mundos. Las Isletas: Der Stadt Granada vorgelagerte Inselgruppe, die aus über 300 sehr kleinen Inseln besteht die bei einem Ausbruch des Mombacho entstanden sind. Die Isletas sind ein beliebtes Ausflugsziel der Granadinos und bieten eine Flora und Fauna.

Nach dem Frühstück ging es los zu Fuß zu einer Stadttour durch Granada. Die erste Station war das San Francisco-Kloster, welches heute als Museum genutzt wird. Leider haben wir hier sehr viel Zeit verbracht, so dass ich mich nach dem Museum von der Gruppe getrennt habe und alleine die Stadt erkundet habe. Ich schlenderte durch die Wohngebiete, die mit ihren vielen bunten Häuschen viele tolle Fotomotive boten. Vom Aussichtsturm der Merced-Kirche genoss ich kurz den Blick über die Stadt und schlenderte dann weiter zur Markthalle. Wie immer waren hier die Bereiche an denen Fleisch und Fisch verkauft wurde, besonders interessant. Nach einer kurzen Mittagspause im Hotel fuhren wir dann mit Pferdekutschen zum Nicaragua-See und haben eine Tour mit Kajaks unternommen. Ich teilte mir ein Kajak mit Birgit und wir paddelten entlang der vielen kleinen Inseln. Wir sahen einige exotische Vögel, Fledermäuse und Wasserschildkröten. Zurück zum Hotel ging es dann wieder mit der Pferdekutsche. Vor dem Abendessen habe ich dann noch einen kurzen Spaziergang durch die Stadt gemacht um die schönen Lichtverhältnisse kurz vor Sonnenuntergang zu nutzen. Das Abendessen war dann in einem recht luxuriösen Restaurant in der Fußgängerzone und bevor wir zurück zum Hotel sind, waren wir wieder gemeinsam noch einen Schlummertrunk nehmen.
 

DONNERSTAG, 26.02.2015 - FAHRT ZU DEN SOLENTINAME-INSELN

Solentiname ist ein aus 36 Inseln bestehender Archipel am südlichen Ende des Nicaraguasees (auch bekannt als Lago Cocibolca) nahe der Grenze zu Costa Rica. Der Archipel besteht aus den vier großen Hauptinseln (von West nach Ost) Mancarroncito, Mancarrón, San Fernando und La Venada und 32 zerklüfteten kleineren Inseln in 10 bis 30 Kilometer westlich von der Stadt San Carlos verteilt. Der Archipel ist vulkanischen Ursprungs, die höchste Erhebung auf der Insel Mancarrón liegt 257 Meter über dem Meeresspiegel und somit 226 m über dem Wasserspiegel des Sees, Abgeschiedenheit und landschaftliche Schönheit haben viele Künstler angezogen. Maler und Bildhauer teilen sich die Inseln mit Bauern und Fischern. Insgesamt leben etwa 1000 Menschen auf den 38 km² des Archipels. Annehmlichkeiten wie fließendes Wasser und Elektrizität sind relativ selten.

Das Frühstück war heute wieder früh, und so fuhren wir bereits um 7:30 Uhr los zu unserem nächsten Ziel, denn ein langer Fahrtag lag vor uns. Unterwegs machten wir einen kurzen Stopp an einem Museum in Juigalpa und besichtigten ein Museum mit Ausgrabungen und allerlei kuriosen Ausstellungsstücken ... von alten Telefonen, Instrumenten und Registrierkassen bis hin zu ausgestopften Tiermutationen und einem konservierten menschlichen Säuglings-Zyklopen. Nach weiterer Fahrt erreichten wir San Miguelito, von dort aus fuhren wir mit einem Boot nach Mancarrón, der Hauptinsel der Solentiname-Inseln. Die Hotelanlage „Mancarron Solentiname“ war nahe am Ufer des Nicaragua-Sees gelegen inmitten des Waldes mit mehreren Häusern in denen jeweils mehrere Zimmer waren. Vor dem Abendessen bin ich noch kurz in der Umgebung spazieren gegangen. Nach dem Abendessen haben wir dann alle noch gemeinsam zusammengesessen in einem der überdachten Pavillons im Garten.
 

FREITAG, 27.02.2015 - NATURSCHUTZGEBIET LOS GUATUZOS

Mit dem Boot machten wir uns auf den Weg zum Los Guatuzos Naturschutzgebiet. Wir fuhren durch enge, dicht bewaldete Kanäle und konnten am Ufer und im Wasser viele Tiere beobachten. An vielen der Bäume waren Leguane zu sehen und am Ufer hatten wir das Glück Kaimane, Schildkröten, Reiher und andere Vögel zu sehen. An der Naturschutzstation stiegen wir aus und erkundeten die Gegend zu Fuß. Hier hatten wir das Glück und sahen zwei Faultiere in einem der Bäume sitzen. Außerdem konnten wir Insekten, Spinnen und diverse Vogelarten bestaunen. Zum Mittagessen ging es dann wieder zurück zur Hotelanlage. Danach besuchten wir gemeinsam eine der Balsaholz-Manufakturen, die aus dem sehr leichten Holz Souvenirs schnitzen und farbenfroh bemalen. Im Anschluss machte die Gruppe noch einen Ausflug zu einem Künstlerehepaar. Ich blieb in der Hotelanlage und machte noch eine Fototour in der Umgebung und guckte mir dabei die Grundschule und die Kirche an.
 

SAMSTAG, 28.02.2015 - FAHRT NACH COSTA RICA - LA FORTUNA

Nachdem es wieder die ganze Nacht geregnet hatte, regnete es auch am Morgen noch stark. Zum Glück ließ der Regen kurz vor unserem Aufbruch etwas nach und so war unsere Fahrt über den Nicaragua-See nicht ganz so nass. Die Bootsfahrt begann mit leckerem Kuchen, denn Birgit hatte heute Geburtstag und Christian hatte für Sie einen großen Schokoladenkuchen bestellt. Aufgrund des starken Regens war der Kuchen nicht rechtzeitig zum Frühstück geliefert worden, so dass wir ihn während unserer Bootsfahrt aßen. Wir fuhren mit dem Boot bis nach San Carlos, hier erfolgte die Ausreise aus Nicaragua. Wir hatten ein paar Minuten Zeit alleine durch den Ort zu schlendern und danach erhielten wir gegen Zahlung von ein paar Dollar den Ausreisestempel in die Pässe. Mit dem Boot ging es weiter auf dem Fluss Rio Frio. Am Ufer konnten wir dabei immer wieder viele Wasservögel und andere Tiere sehen. Nach einigen km gingen wir dann an Land und unser Bus wartete schon auf uns. Nachdem wir unser Gepäck verladen hatten, fuhren wir zur Costa Rica Immigration und reisten wieder nach Costa Rica ein. Wir fuhren dann weiter nach La Fortuna zu unserem Hotel „Villas Eco Arenal“, welches etwas außerhalb des Ortes gelegen war. Nach einer kurzen Pause fuhren wir mit dem Bus zum Arenal-See um eine Radtour zu machen. Die Strecke ging zum Großteil durch den Wald ohne Aussichten und war leider total uneben und voller Pfützen. Die Fahrräder waren zum Großteil ziemlich schrottig und die Gangschaltung und oder die Bremsen funktionierten nicht richtig. Außerdem war mir der Helm viel zu groß und schlug bei jedem Schlagloch auf den Kopf. Nach nur wenigen km habe ich daher entschieden nicht weiter mit dem Rad zu fahren und bin in den Bus gestiegen, der uns glücklicherweise begleitete. Unterwegs hielten wir ein paar Mal an und hatten ein paar schöne Aussichten über den Arenal-See auf den Vulkan. Am Ende der Tour wartete ein leckeres Obst-Picknick auf alle. Einige der Radfahrer fuhren die Strecke mit den Rädern zurück, der Rest fuhr mit dem Bus zur Dschungel-Nachtwanderung oder zurück in das Hotel. Mit dem Bus ging es dann zum Abendessen, auf dem Weg dorthin holten wir die Leute von der Nachtwanderung ab.
 

SONNTAG, 01.03.2015 - FAHRT IN DEN REGENWALD NACH SARAPIQUI

Bereits am nächsten Tag packten wir wieder unsere Koffer und nach einem kurzen Geldautomaten-Stopp in La Fortuna ging es weiter in Richtung Sarapiqui zur nächsten Unterkunft „Hacienda Pozo Azul“. Unterwegs hielten wir am Tirimbina-Reservat und wanderten zu einer Kakaobaum-Plantage. Wir bekamen eine interessante und sehr anschauliche Präsentation zur Geschichte des Kakao und die Stufen der Verarbeitung von Kakao, inklusive einiger Kostproben. Nach der Kakao-Präsentation unternahmen wir noch eine kurze Wanderung durch den Regenwald. Weiter ging es mit dem Bus zu unserem Zelt-Camp „Haciende Polo Azul“ im Dschungel. Die Zelte waren in mehreren Ebenen direkt im Regenwald aufgebaut und hatten alle eine große Front mit einem Moskitonetz mit einer Terrasse. Zu jedem Zelt gehörte ein eigenes gemauertes Bad. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit und den vielen Regen war alles etwas klamm, aber es war ein tolles Erlebnis, direkt vom Bett in den Dschungel zu blicken. Abendessen gab es in der Lodge. Danach bin ich noch mit Birgit und Rüdiger im strömenden Regen mit Taschenlampen bewaffnet zum Fotografieren gegangen. Ein Angestellter der Lodge hat sich uns angeschlossen und hat uns nach kurzer Zeit einen Rotaugenlaubfrosch präsentiert und wir konnten ausgiebig fotografieren. Am Ende sprang der Frosch dann von einem Ast auf Birgits Kamera, ein klasse Werbefoto für Lumix.
 

MONTAG, 02.03.2015 SARAPIQUI - WANDERUNG IM REGENWALD

Nach dem Frühstück fuhren wir zum privaten Reservat der Hacienda und unternahmen eine mehrstündige Wanderung. Leider gab es nur sehr wenige Tiere zu sehen und der Weg war sehr durchnässt und extrem matschig. Bei fast jedem Schritt sank man knöcheltief in den Matsch ein und so machte die Wanderung nach einer Weile nicht mehr so viel Spaß. Nach der Wanderung haben wir gemeinsam Mittag gegessen. Von der Terrasse hatte man einen guten Blick auf einen Kolibri, der schnell zwischen den blühenden Sträuchern herumschwirrte. Einige von der Gruppe machten nach dem Essen eine Canopy-Tour. Dabei fährt man eingehängt an Seilen mit einem Rollensystem an Drahtseilen von Baumwipfel zu Baumwipfel bzw. von Plattform zu Plattform. Ich habe den Nachmittag auf dem Gelände der Lodge verbracht.
 

DIENSTAG, 03.03.2015 - FAHRT ZUR KARIBIK – PUERTO VIEJO DE TALAMANCA

Heute ging es weiter zu unserer letzten Station unserer Reise: an den Stand der Karibik. Wir kamen am Nachmittag in unserer Hotelanlage „Cariblue“ an, die etwas außerhalb des Ortes liegt, und hatten dann Zeit, die Hotelanlage und den Strand auf eigene Faust zu erkunden. Birgit, Rüdiger und ich unternahmen einen Fotospaziergang am Strand. Das Abendessen gab es im Hotel. Leider waren die Cocktails dort nicht so richtig gut und die Bar schloss auch bereits um 10.00 Uhr.
 

MITTWOCH, 04.03.2015 - CAHUITA-NP

Nach dem Frühstück fuhren wir mit dem Bus zum südlichen Eingang des Cahuita NP und begannen dort unsere Wanderung. Wir wanderten entlang der Küste durch den von Regenwald und Mangroven geprägten Park. Unterwegs konnten wir einige Kapuziner-Affen beobachten, die dann so anhänglich wurden, dass sie uns regelrecht verfolgten. Einer der Affen kletterte sogar auf Barbaras Schultern und machte sich sofort an ihrem Rucksack zu schaffen und wollte den Reißverschluss öffnen. Es war gar nicht so leicht, den Affen von dort zu verscheuchen, denn er wurde immer aggressiver. Er saß danach im Baum und zeigte uns angriffslustig seine Zähne. Wir hatten Glück und konnten dann auch ein Faultier in einem Baum sehen, welches ein Jungtier auf dem Bauch liegen hatte. Von den angekündigten vielen Schlangen im Park fehlte lange Zeit jede Spur, aber zum Ende der Wanderung hatten wir dann noch Glück und konnten zwei Schlangen versteckt unter einem Blatt bzw. an einem Baumstamm beobachten. Zurück ging es dann mit dem Bus ins Hotel, wo ich noch etwas mit der Kamera unterwegs war. Ich hatte Glück und konnte einen Kolibri beobachten, außerdem, zeigte mir anderer Hotelgast einen gepunkteten schwarz-grünen Pfeilgiftfrosch. Zum Abendessen fuhren wir mit dem Bus in den Ort und gingen in ein Restaurant, welches einem italienischen Einwanderer aus Rimini gehört. Nach dem Essen blieb ein Teil der Gruppe noch im Ort um ein paar Cocktails zu trinken, der Rest fuhr zurück ins Hotel. Wir gingen dann noch mit ein paar Flaschen Wein und Bier an den Strand. Das war wirklich schön, es war fast Vollmond und so war das Meer hell erleuchtet Es war so windstill, dass die Teelichte sogar ohne Windschutz nicht ausgepustet wurden.
 

DONNERSTAG, 05.03.2015 - FAHRRADTOUR

Heute gab es kein offizielles Gruppenprogramm. Birgit, Rüdiger und ich liehen uns Fahrräder in der Hotelanlage aus und unternahmen eine Radtour. Gleich nach dem Frühstück brachen wir auf und fuhren mit dem Fahrrad zum nördlichen Eingang des Cahuita NP. Wir schlenderten kurz durch das kleine Örtchen und fuhren dann zu einem Hostel einer Schweizerin, da in ihrem Garten ein Geocache war. Der Cache war dank eines Tipps der Inhaberin nach kurzer Zeit gefunden und wir kehrten kurz ein und genossen einen kalten, frischgepressten Ananassaft. Weiter ging es über holperige Nebenstraßen zum „Tree of Life“, einer Tierstation, die sich um verwaiste, kranke und konfiszierte Wildtiere kümmert. Auch hier gab es einen Cache, den wir zwar alle drei sahen, aber erst mal nicht als Cache registrierten, da wir die Plastiktüte eher als Müll einschätzten. Dank eines Tipps der Rangerin, war aber auch dieser Cache dann schnell gefunden. Wir besuchten den Park und konnten dort ein Baby-Faultier aus nächster Nähe bestaunen. Im Park gab es noch ein weiteres Faultier, welches man gut beobachten konnte, da es auf Augenhöhe saß und man ziemlich dicht rankam an das Tier. Auf dem Rückweg zum Hotel ließen wir uns etwas mehr Zeit und legten ein paar Fotostopps ein (verlassenes Haus, Friedhof, Strand). Die Zeit verging wie im Flug und am Ende waren wir über 50km unterwegs und gerade noch rechtzeitig im Hotel zurück, um vor dem Abendessen noch schnell duschen zu können. Zum Abendessen fuhren wir mit dem Bus zu einem alteingesessenen Restaurant. Zurück am Hotel gingen wir dann alle an den Strand, wo einige andere ein Lagerfeuer aus Palmenblättern angezündet hatten und einige Leute Musik machten. Einige von unserer Gruppe tanzten am Strand und Ingrid ging dann sogar noch ins Wasser, was uns eher beunruhigte, da wir das doch aufgrund der starken Strömung als recht gefährlich einschätzten.
 

FREITAG, 06.03.2015 - RÜCKFAHRT NACH SAN JOSE

Nach dem Frühstück verließen wir die Karibik wieder und machten uns auf den Weg nach San Jose. Unterwegs machten wir eine Mittagspause an einem Trucker-Restaurant am Rande der Straße. Danach fuhren wir über die Pass-Straße, die durch den Nationalpark, zwischen den Vulkanen, führt. Das Wetter auf dem Pass war eher schlecht, es war wolkenverhangen und regnete teilweise. Als wir im Tal ankamen schien jedoch schon wieder die Sonne. Leider waren die Straßen recht voll und so standen wir eine Weile im Stau ehe wir in Ciudad Colon ankamen. Wir gingen gemeinsam ein paar Schritte durch den Ort und besuchten dann einen Künstler, der traditionelle Masken herstellt. Die Masken waren sehr farbenfroh. Es waren keine Masken im eigentlichen Sinn, es waren Kostüme mit eingearbeiteten Drahtgestellen, auf denen überdimensionale Köpfe aufgesetzt waren. Wir erhielten einen Überblick über die Bedeutung dieser Masken und dann gab es eine kurze Vorführung mit Live-Musik und wer wollte konnte mittanzen und auch einmal selber eine der Masken ausprobieren. Im Anschluss gab es das letzte gemeinsame Abendessen auf der Terrasse der Familie. Weiter ging es mit dem Bus zum Hotel in San Jose für die letzte Nacht. Wir kauften im Supermarkt noch ein paar Biere und saßen dann noch eine Weile zusammen und ließen die letzten zwei Wochen Revue passieren. Ich packte denn meinen Koffer noch um und machte mich dann reisefertig. Zum schlafen kam ich in dieser Nacht gar nicht, da um 3:30 Uhr bereits mein Transfer zum Flughafen angekündigt war.
 

SAMSTAG, 07.03.2015 - RÜCKREISE NACH BERLIN

Als um 3:50 das angekündigte Taxi noch immer nicht da war, wurde ich schon etwas unruhig und wollte mir schon ein anderes Taxi bestellen, aber dann kam doch noch ein Reisebus der mich zum Flughafen fuhr. Die Fahrt zum Flughafen ging schnell und ich konnte problemlos einchecken und der Flieger startete pünktlich. Ich saß während des Fluges nach Newark in der Businessclass und war total übermüdet, direkt nach dem Frühstück bin ich eingeschlafen. Die Stewardessen waren extrem unfreundlich und nicht aufmerksam. Als ich nach 4 Stunden um ein Getränk bat – ich hatte die Ausgabe der Getränke verschlafen – wurde mir mein Getränk mit einem genervten Gesichtsausdruck serviert. Die Einreise in Newark klappte problemlos und ich hatte wieder einige Stunden Aufenthalt. Der Flug nach Berlin startete planmäßig und am Sonntagmorgen landete ich in Berlin. Und der Urlaub war vorbei ...