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Australien
Down Under: Alles außer gewöhnlich

13. Oktober – 06. November 2018

 
Samstag, 13. Oktober - Anreise
Anreise mit dem Zug von Berlin nach Frankfurt

Da Wikinger leider keinen Transferflug von Berlin nach Frankfurt anbietet, muss ich selber sehen, wie ich nach Frankfurt komme. Um auf Nummer Sicher zu gehen, reise ich bereits einen Tag früher an. Ich fahre mit dem ICE Sprinter in 4 Stunden von Berlin-Südkreuz nach Frankfurt-Hauptbahnhof.

Weiter geht es mit dem Taxi in das Hotel Motel One-Airport. Hier übernachte ich eine Nacht, bevor dann am nächsten Tag die Reise richtig weitergeht per Flugzeug.

Martina, eine der Mitreisenden, kenne ich bereits von einer anderen Reise, sie ist auch im Motel One. Am Abend kommen Claudia und Klaus - zwei alte Reisebekannte - zum Hotel und wir gehen zusammen in ein Restaurant in hotelnähe essen.

 

Sonntag, 14. Oktober - Anreise
Tag 1: Flug Frankfurt – London und London – Singapur

Frühstück mit Martina im Hotel und dann gegen 11.00 Uhr mit dem Shuttle-Bus zum Flughafen. Am Flughafen können wir bereits einchecken und haben noch eine Weile Zeit, so dass wir auf die Besucherterrasse gehen. Es ist sehr heiß und es gibt keine Plätze im Schatten, und so sind wir froh, als es endlich soweit ist, dass wir zu unserem Flug nach London zum Gate gehen können. Der Flug startet mit etwas Verspätung, aber da wir in London mehrere Stunden Aufenthalt haben, stört uns das nicht weiter. Im Flieger sitze ich dann neben weiteren Mitreisenden von Wikinger.

In London erwartet uns sehr ungemütliches und regnerisches Wetter. Mit dem Shuttle-Bus fahren wir von Terminal 5 zu Terminal 3 und verbringen dann die Wartezeit in der Aspire Lounge. Für 30 Pfund können wir hier bequem sitzen und einige Snacks und Getränke sind inklusive. Eine gute Entscheidung!

Um 21.15 Uhr geht es dann weiter in Richtung Australien. Die erste Etappe bringt uns nach Singapur. Die Flugzeit ist ewig lang und beträgt 13 Stunden. Unser Flugzeug ist ein A-380 und ich habe einen Fensterplatz … sehr angenehm.

Wir landen am späten Nachmittag Ortszeit in Singapur. Wir werden mit dem selben Flugzeug weiterreisen, aber erst einmal müssen wir alle aussteigen und haben zwei Stunden Aufenthalt.

 

Montag, 15. Oktober - Anreise
Tag 2: Flug Singapur – Sydney

Nach zwei Stunden Aufenthalt in Singapur geht es dann um 19:30 Uhr endlich weiter. Die letzte Etappe von Singapur nach Sydney. Die Flugzeit ist nicht ganz so lang wie beim vorherigen Flug, aber wir sind über 7 Stunden unterwegs.

 

Dienstag 16. Oktober - Sydney
Tag 3: Willkommen in Sydney

Um 6.00 Uhr morgens Ortszeit landen wir in Sydney. Zum Glück sind alle Koffer da und keiner wird beim Zoll angehalten. Am Flughafen nimmt uns Axel, unser Reiseleiter, in Empfang und wir fahren mit einem Kleinbus in unser Hotel in der Innenstadt von Sydney. Unsere Zimmer sind noch nicht bereit zum einchecken und so machen wir eine kurze Vorstellungsrunde, packen ein paar Sachen um und starten dann mit einem Spaziergang durch die Stadt.

Wir laufen vom Hotel zum Fähranleger Circular Quay. Unterwegs gehen wir durch den Hyde Park und Axel erklärt uns einiges. Am Circular Quay ist der Fähranleger von Sydney. Die Fähren gehören zum öffentlichen Nahverkehr. Bezahlt wird hier bargeldlos mit einer Wertkarte, von der das zu zahlende Geld abgebucht wird. Beim ein- und aussteigen hält man die Karte an einen Automaten und so kann dieser registrieren, welche Strecke man gefahren ist. Wir bekommen jeder eine Karte ausgehändigt, die mit einigen Dollar betankt ist.

Wir fahren mit einer Fähre nach Manly. Während der Fahrt hat man gute Aussichten auf das Opera House und die Harbour Brücke sowie auf die Skyline von Sydney. In Manly laufen wir durch die Fußgängerzone zum Strand. Die Wellen sind recht hoch und es herrscht eine starke Strömung und außer ein paar Surfern ist niemand im Wasser. Wir laufen entlang der Uferpromenade zum Shelly Beach, wo wir eine Kaffeepause machen. Am Wegesrand können wir ein paar Echsen beobachten, die sich auf den Steinen am Ufer sonnen. Dann geht es den selben Weg wieder zurück und fahren mit der Fähre zurück zum Circle Quay.

Nun haben wir bis zum Abendessen Freizeit und jeder kann auf eigene Faust die Stadt weiter erkunden. Ich gehe alleine weiter. Erst einmal zum Opera House, welches direkt am Wasser steht. Das Opernhaus ist interessant, aber irgendwie hatte ich es mir „schicker“ vorgestellt. Von der Ferne wirkt das Opernhaus recht imposant, von der Nähe aus betrachtet ist es irgendwie ein 70er Jahre Betonbau mit hässlichen Fliesen.

Direkt neben der Oper beginnt der Botanische Garten. Ich gehe ein Stück über das Gelände und habe das Glück einen recht zutraulichen  Kakadu zu treffen, der sich bereitwillig fotografieren lässt.

Danach gehe ich dann noch in die Bibliothek mit einer eindrucksvollen Lesehalle und diversen Kunstausstellungen in den Räumen drumherum. Auf dem Weg zum Hotel gehe ich noch durch die Innenstadt an der TownHall vorbei und durch ChinaTown. Abends gehen wir zusammen mit der Gruppe in einen Pub. Es ist sehr laut und man kann sich kaum unterhalten. Danach ziehe ich noch einmal alleine los und fahre mit der Bahn zum Circle Quay um mir die Harbour Bridge und die Oper bei Nacht anzusehen.

 

Mittwoch, 17. Oktober - Sydney
Tag 4: Im Zeichen eines Segeldachs

Nach dem Frühstück fahren wir mit dem Bus nach Tamarama. Das Wetter ist nicht so toll und es regnet teilweise etwas. In Tamarama gibt uns Axel eine Wanderkarte mit eingezeichnetem Weg und wir laufen entlang der Küste zum Bondi Beach. Unterwegs werden gerade viele Kunstobjekte für eine Outdoor-Kunstaktion installiert, die in den nächsten Wochen stattfinden wird.

Am Bondi Beach wartet Axel mit dem Bus auf uns. Auch hier herrscht wieder eine starke Brandung, so dass nur ein paar Surfer im Wasser sind. Wer hier schwimmen möchte, der bevorzugt die beiden Meerwasser-Schwimmbecken, die zu einer Clubanlage gehören und sich auch direkt am Strand befinden.

Am Strand ist ein kleiner Skater-Park und eine lange Mauer mit vielen Graffiti. Im Sommer ist hier bestimmt ein Hotspot für die Surfer.

Weiter geht es mit dem Bus zu einem Aussichtspunkt, von dem man einen guten Blick über die Bucht und die Skyline von Sydney hat. Danach geht es weiter zu einem „Geheimtipp“ von Axel. Über eine kleine Holzbrücke gelangen wir zu dem idyllischen kleinen Parsley Bay Beach an dem wir eine kurze Pause machen.

Danach geht es weiter zum Botanischen Garten in Sydney. Wir starten an Mrs. Macquaries Chair, von hier hat man einen guten Blick zur Oper und Harbour Brücke. Danach laufen wir noch etwas durch den Botanischen Garten, bis es stark zu regnen anfängt. Wir beenden hier unsere gemeinsame Tour und der weitere Nachmittag steht zur freien Verfügung. Wegen des Regens habe ich keine Lust weiter durch die Stadt zu laufen und suche nach einer Indoor-Aktivität. Ich gehe mit einigen Mitreisenden ins Sea Life und verbringe dort den Rest des Nachmittags. Abends treffen ich mich mit ein paar Leuten aus der Gruppe und wir gehen gemeinsam Essen.

 

Donnerstag, 18. Oktober – Blue Mountains
Tag 5: Farbenpracht der Blauen Berge

Direkt nach dem Frühstück geht es los mit dem Bus zu den Blue Mountains. Wir fahren über die Harbour Bridge und verlassen Sydney. Bereits auf dem Weg dorthin wachsen immer mehr Eukalyptus-Bäume. Unser erster Stopp ist der Echo Point, ein Aussichtspunkt von dem man einen tollen Überblick über die Blue Mountains und die Felsformation „Three Sisters“ hat.

Die Conservation Hut ist der Startpunkt für unsere längere Wanderung in den Blue Mountains. Wir wandern insgesamt 6,5 km auf Wanderwegen entlang von Aussichtspunkten durch den Eukalyptus-Wald. Die Wege sind recht schmal und voller Wurzeln und Stufen, so dass man nicht entspannt laufen kann und bei jedem Schritt genau gucken muss, wohin man tritt. Unser Ziel sind ein paar Wasserfälle. Leider fängt es direkt dort recht heftig an zu regnen und mein kleiner wasserdichter Beutel, der die Kamera vor Regen schützen soll, wird Opfer der „Fluten“ und wird den Wasserfall hinuntergespült. Auf dem Rückweg werden die Wege etwas matschig und wir sind froh, als wir endlich wieder am Bus sind. Insgesamt war es eine schöne Wanderung trotz des Regens, etwas Schade war jedoch, dass es im Wald so gut wie nichts zu „entdecken“ gab, kaum Vögel und auch sonst keine Tiere.

Dann geht es wieder zurück nach Sydney, wo wir um ca. 18:00 Uhr ankommen. Schnell noch eine heiße Dusche und dann gehen noch ein paar Leute gemeinsam Essen.

 

Freitag, 19. Oktober – Flug nach Melbourne
Tag 6: Auf nach Melbourne

Heute geht es weiter nach Melbourne. Um 7:30 fahren wir mit dem Bus zum Flughafen. Unser Flieger hat etwas Verspätung und so starten wir erst nach 11:00 Uhr in Richtung Melbourne. Um etwa 13:00 Uhr landen wir dann in Melbourne.

Mit dem Bus fahren wir zum Hotel in St. Kilda und checken ein. Dann fahren wir gemeinsam mit der Straßenbahn in die Innenstadt von Melbourne und machen einen Spaziergang. Wir laufen durch Chinatown, sehen das alte Gefängnis, Teile des Universitätsgeländes, diverse moderne Einkaufspassagen und einige Nebenstraßen mit vielen Graffitis, u.a. die AC/DC-Lane.

Danach gehe ich dann noch alleine durch die Stadt und kaufe mir noch vorsichtshalber einen Ersatzakku für meine Kamera. Zurück geht es mit der Straßenbahn zum Hotel. Ich schlendere noch kurz durch die Straßen am Hotel, hier gibt es viele Restaurants und Shops und da es Freitag Abend ist, ist einiges los.

 

Samstag, 20. Oktober - Melbourne
Tag 7: Melbourne by Bike

Heute macht die Gruppe eine Radtour. Ich mache nicht mit und habe somit den ganzen Tag zur freien Verfügung. Erst einmal wird ausgiebig gefrühstückt. Es regnet in strömen und so bin ich froh, dass ich bei der Radtour nicht dabei bin. Um 11.00 Uhr hört es auf zu regnen und ich gehe zu Fuß vom Hotel los in Richtung Strand. Auf dem Weg besuche ich ein Nachbarschafts-Garten-Projekt und laufe dann am Strand entlang zum Pier. Am Ende des Piers gibt es eine Pinguin-Kolonie und ich hoffe, einige Tiere zu sehen. Leider sind nur einige wenige junge Pinguine da, die sich auch noch unter den Felsen verstecken und somit kaum zu sehen sind.

Dann fahre ich mit der Straßenbahn in die Innenstadt. Mein erstes Ziel ist die Bibliothek. Leider ist der Dome gesperrt.

Die Universitätsgebäude in der Umgebung sind auch leider alle geschlossen. Dann fängt es auch noch an zu regnen, und so besuche ich spontan das alte Gefängnis. Man kann sich den alten Zellenblock ansehen und erfährt einiges über die Geschichte. Bei einer kurzen Vorführung, wird man für eine kurze Zeit in einer der Zellen eingeschlossen.

Im Anschluss laufe ich noch kurz durch die Stadt und fahre dann mit der Straßenbahn zum Casino. Ich riskiere 10 Dollar an einer Slot-Machine und nach kurzer Zeit kann ich 100 Dollar vom Cashier abholen. Glück gehabt! Da wir zum Abendessen verabredet sind, habe ich keine Zeit noch weiter zu spielen und fahre mit der Straßenbahn zum Hotel.

Mit einigen Leuten der Gruppe gehen wir gemeinsam in ein alteingesessenes Fisch-Restaurant. Leider hat mir ein Mann am Nachbartisch die letzte Portion Calamari weggeschnappt (sie sehen sehr lecker aus) und so esse ich einen Claypot Singapore mit diversen Meeresfrüchten. Um kurz vor 20:00 Uhr sind wir fertig mit dem Essen und die Zeit ist ideal noch einmal die Pinguin-Kolonie zu besuchen. Schnell mit der S-Bahn zwei Stationen zum Pier und dann zu Fuß weiter. Es ist sehr windig und recht kühl, so sind nicht so viele Leute unterwegs. Der Weg hat sich gelohnt, diesmal sind einige Pinguine zu sehen und auch die kleinen Pinguine haben ihre Felsenverstecke verlassen und sind gut zu beobachten.

 

Sonntag, 21. Oktober – Great Ocean Road
Tag 8: Zwölf Apostel zu Fuß

Mit kleinem Gepäck brechen wir direkt nach dem Frühstück auf in Richtung Great Ocean Road. Auf dem Weg dorthin machen wir einen kurzen Stop an einem Golfplatz, auf dem sich einige Kängurus tummeln. Bis vor kurzem konnte man wohl noch recht einfach auf den Golfplatz gelangen um sich die Tiere aus nächster Nähe anzusehen. Wahrscheinlich haben das zu viele Touristen gemacht und so hat der Golfplatz-Betreiber nun einen Zaun um das Gelände gebaut und bietet selber kostenpflichtige Kanguru-Touren an. Wir können die Tiere somit nur durch einen Zaun beobachten und sind auch recht weit entfernt.

Nach einer weiteren Fahrt machen wir eine Wanderung. Axel setzt uns an einem Parkplatz ab und stattet uns wieder mit einer Wanderkarte aus. Wir wandern entlang der Küste zum Otway-Leuchtturm. Es bieten sich schöne Aussichten auf die Küste.

Weiter geht es entlang der Great Ocean Road. Unser nächster Stopp ist an einer Stelle mit vielen handzahmen Sittichen (Rosellas und Loris) und einigen Kakadus, die ganz dicht heran kommen. Die kleinen Papageien landen für eine paar Körner bereitwillig auf der Hand und die Kakadus freuen sich über die Körner, die aussortiert werden und auf die Erde fallen. In den angrenzenden Eukalyptusbäumen entdecken wir unseren ersten Koala. Leider sitzt er weit oben auf dem Baum ist eigentlich nur als Fellkugel zu erkennen. Einige Meter weiter entdecke ich einen weiteren Koala, der aber auch nicht gerade sehr dicht dran ist, aber immerhin kann man ihn auf dem Foto als Koala erkennen.

Mit dem Bus geht es weiter zum nächsten Stop. Von hier geht es weiter zu Fuß auf einem kurzen Rundwanderweg durch den kalten Regenwald. Hier ist alles sehr grün und die Vegetation ist geprägt von vielen Farnen und riesigen alten Bäumen. Danach geht es wieder zurück an die Küste zu den 12 Aposteln und wir gehen hinunter an den Strand über die „Steps“. Kurz vor Sonnenuntergang genießen wir dann noch die Aussichten des 12 Apostel-Lookouts.

Wir checken im Hotel ein, gehen gemeinsam Essen und der Tag ist vorbei!

 

Montag, 22. Oktober – Grampian Mountains
Tag 9: Grand Canyon Trail

Heute beginnt der Tag sehr früh, da wir den Sonnenaufgang vom 12 Apostel-Outlook angucken wollen. Wir haben Glück, und der Himmel färbt sich rosarot und es bietet sich uns eine grandiose Kulisse.

Zurück zum Hotel, kurzes Frühstück auf dem Zimmer, und es geht weiter. Noch ein weiterer kurzer Stopp an der Küste an der Loch Ard Gorge mit Aussichten auf Felsformationen an der Steilküste.

Und dann geht es weiter ins Landesinnere in Richtung Grampian NP.

Im Park machen wir eine längere Wanderung zu den Pinnacles. Der Weg nach oben ist nur etwas über 2km lang, aber es geht einen recht steilen und steinigen Weg hinauf und viele Stufen sind zu überwinden. Das Wetter ist recht warm und so geraten wir ordentlich ins schwitzen. Oben angekommen hat man eine gute Weitsicht auf die Umgebung. Bergab ist es dann zwar nicht mehr so anstrengend, aber da man ständig Stufen nach unten läuft, geht das ordentlich auf die Kniegelenke.

Weiter geht es zum nächsten Ausgangspunkt für eine kurze Wanderung. Wir laufen zum Aussichtspunkt „Balconies“. Von hier hat man einen herrlichen Überblick über die Wälder des NP.

Beide Wanderungen waren recht schön, wenn auch teilweise etwas anstrengend. Man hat bei den Wanderungen schöne Aussichten auf die Umgebung. Leider gibt es jedoch auch hier so gut wie nichts an Tieren zu entdecken. Koalas und Kängurus haben wir leider nicht gesehen, lediglich ein paar Mini-Eidechsen kreuzten unseren Weg.

Auf dem Weg zum Hotel kommen wir an einem Sportplatz vorbei auf dem viele Kängurus grasen. Endlich haben wir die Möglichkeit, diese Tiere mal aus nächster Nähe zu sehen und zu fotografieren.

Wir checken schnell ein im Hotel, und dann fahren wir zusammen mit unserem Bus zu einen Pub in Halls Gap zum Abendessen. Einige der Gruppe probieren hier zum ersten Mal Känguru-Fleisch und es schmeckt allen sehr gut.

 

Dienstag, 23. Oktober – McKenzie-Schlucht
Tag 10: Durch die McKenzie-Schlucht

Da es in unserer Hotelanlage kein Frühstück gibt fahren wir in den Ort Halls Gap und machen dort in einem Café unser Frühstück. Mein Pancake ist köstlich und dekoriert wie in einem Luxus-Restaurant

Danach fahren wir zu dem Rastplatz „Zumsteins“ und unternehmen von dort eine Wanderung zu den McKenzie-Falls. Unterwegs kommen wir noch an den Fish-Falls vorbei. Die Strecke führt entlang eines kleinen Flüsschens und durch den Wald. Ab und zu raschelt es etwas im Gebüsch, aber auch hier gibt es wieder keine Tiere zu sehen. Lediglich eine Echse ist zu sehen.

Nach der Wanderung fahren wir wieder zurück nach Halls Gap um unseren Proviant für das Mittagessen zu kaufen. Weiter geht es zu einem Weingut. Das Weingut „Bests“ gibt es bereits seit mehreren Generationen und die Rebstöcke sind teilweise sehr alt. Wir machen eine kurze Führung durch den Weinkeller und einige machen auch eine Weinprobe mit. Wir bekommen drei Weiß- und drei Rotweine zur Verkostung. Ich finde alle nicht besonders lecker.

Im Anschluss fahren wir weiter in die alte Goldgräberstadt Ballarat. Hier blühte zu Zeiten des Goldrauschs das Leben und es gibt viele alte Gebäude, welche an diese Zeit erinnern. Wir laufen ein paar Meter die Hauptstraße entlang und machen uns dann auf zu unserer letzten Etappe des Tages. Unser Ziel ist Melbourne.

In Melbourne checken wir wieder im Hotel Cosmopolitan ein und einige Leute der Gruppe gehen dann noch gemeinsam Essen.
 

Mittwoch 24. Oktober – Alice Springs
Tag 11: Ins rote Herz Australiens

Ohne Frühstück geht es um kurz vor 7:00 Uhr mit dem Bustransfer zum Flughafen. Das einchecken als Gruppe klappt problemlos und auch der Weg durch die Sicherheitskontrolle verläuft schnell.

Nun wird erst einmal gefrühstückt. Danach haben wir noch ein paar Minuten Zeit zum shoppen und um kurz vor 10:00 Uhr startet unser Flieger.

Gegen ca. 11.00 Uhr Ortszeit landen wir in Alice Springs. Wir fahren mit dem Transfer zum Hotel. Leider sind unsere Zimmer noch nicht einzugsbereit. Einige essen noch schnell etwas zum Mittag und dann geht es los zu Fuß in die Innenstadt. Es herrschen Temperaturen von fast 40 Grad und es ist sehr schwül und so sind wir froh, als wir bei in die klimatisierten Räume der Royal Flying Doctors einkehren. Wir bekommen eine kurzen Vortrag von einem sehr korrekten und „royal“ wirkenden Mann (man könnte meinen, er wäre ein Abgesandter der Queen) und gucken dann einen Hologramm-Film über die Geschichte und die Arbeit der Royal Flying Doctors.

Danach besuchen wir das Reptilienzentrum. Hier gibt es einige Terrarien und eine Außenanlage mit diversen Echsen und Schlangen und einem Krokodil. Im Rahmen einer kurzen Vorführung lernen wir etwas über die Tiere und haben auch die Möglichkeit, ein paar Tiere anzufassen.

Im Anschluss haben wir etwas Freizeit. Ich schlendere kurz durch die Fußgängerzone auf der Suche nach ein paar Souvenirs. Ich kaufe ein typisch bemaltes Deko-Didgeridoo und einen kleinen Deko-Boomerang der passend bemalt ist. In der Fußgängerzone ist kaum etwas los, wahrscheinlich wegen der Hitze, zudem schließen die Geschäfte in wenigen Minuten. Einige Aborigines sind in der Fußgängerzone. Sie sehen eher ungepflegt aus und sitzen in den Grünanlagen herum und versuchen bemalte Stoffstücke zu verkaufen und betteln. Ich kaufe einem der Männer eines der Werke für 20 Dollar ab.  

Danach gehe ich zurück zum Hotel und relaxe etwas. Um 18:30 Uhr treffen wir uns um gemeinsam Essen zu gehen. Im Bojangles, einem Pub, bekommen wir reichhaltige und leckere Portionen, ich esse ein Rumpsteak Surf&Turf und trinke leckeres gezapftes Ginger Beer.
 

Donnerstag, 25. Oktober - Outback
Tag 12:  Uluru/Ayers Rock

Bereits ab 5:30 Uhr gibt es Frühstück und um 6:15 Uhr starten wir zu unserer Outback-Tour. Wir sind wieder mit kleinem Gepäck unterwegs und lassen die großen Reisetaschen im Hotel zurück. Unser Wagen ist ein komfortabler Gelände-Kasten-Wagen mit Platz für bis zu 21 Personen, so dass wir viel Platz haben. Das Gepäck wird direkt im hinteren Bereich des Wagens verstaut, so können wir ohne Anhänger fahren.

Unser lokaler Guide, der uns durch das Outback führen wird, heißt Timmi und er ist auch für die nächsten Tage unser Fahrer und teilweise auch unser Koch. Timmi ist ein wilder Typ mit Rastalocken, schmuddeligen Klamotten, vielen Tattoos und dem Herz am rechten Fleck.

Wettermäßig haben wir Glück denn es ist nicht so brütend heiß, da der Himmel voller dunkler Wolken hängt. Die Strecke heute von Alice Springs zum Uluru beträgt insgesamt 450km. Die Landschaft ändert sich während der mehrstündigen Fahrt kaum. Auf rotem Sand wachsen einige Büsche und einzelne Bäume und in der Ferne sind einige Berge zu sehen.

Unterwegs machen wir einen kurzen Stopp und sammeln etwas Feuerholz ein, damit wir heute Abend am Lagerfeuer sitzen können.

Nach einigen Stunden Fahrzeit kommen wir am Uluru Camp an und beziehen unsere Zeltunterkünfte. Es sind geräumige Doppeldachzelte in denen man stehen kann, mit festem Fundament, einer Tür und richtigen Betten.

Dann brechen wir mit dem Bus auf und fahren zum Cultural Center. Hier gibt es einiges Wissenswertes über den Uluru und die Aborigines. Man kann die typische Kunst kaufen. Mein Kauf für 20 Dollar in Alice Springs war wohl ein echtes Schnäppchen, vergleichbare Kunstwerke kosten hier 160 Dollar.

Dann geht es weiter zum Fuße des Uluru. Hier gibt es den „Uluru Base Walk“-Wanderweg auf dem man den Uluru umrunden kann. Es ist brütend heiß und wir kommen ordentlich ins Schwitzen. Die komplette Umrundung ist ca. 10,5 km lang. Aufgrund des heißen Wetters gehen wir nur einen Teil der Strecke.

Wir sehen einige alte Wandmalereien und an einigen Orten erzählt uns Timmi wissenswertes über die Kultur der Aborigines.

Dann fahren wir zu einem Aussichtspunkt um den Sonnenuntergang anzuschauen. Hier gibt es Touristen ohne Ende – vor allem asiatische Touristen -  und alle zelebrieren den Sonnenuntergang mit ein paar Snacks und Sekt … und wir machen das auch. Leider ist es sehr diesig, so dass der Sonnenuntergang nicht sonderlich schön ist.

Als wir wieder zurück kommen in unser Camp ist es stockdunkel und unser Abendessen ist bereits fertig. Wir essen unter freiem Himmel, es gibt Wein und das Lagerfeuer knistert leise. Was will man mehr.

Nach dem Essen geht man noch kurz duschen und um kurz nach 21:30 Uhr ist auch schon Nachtruhe. Einige schlafen im Swag im Freien am Lagerfeuer, ich bleibe jedoch in meinem Zelt. Während der Nacht regnet es kurz und es ist sehr windig.

 

Freitag, 26. Oktober - Outback
Tag 13: Kata-Tjuta-Nationalpark

Um 4:00 Uhr klingelt der Wecker, dann wird kurz gefrühstückt und wir packen unsere Sachen und um 5:00 Uhr verlassen wir bereits unser Camp.

Unser erster Stopp ist ein Aussichtspunkt an dem man den Sonnenaufgang gut sehen kann. Wir sind recht früh da und es ist noch fast dunkel, Aber so haben wir die besten Plätze, denn auch hier füllt es sich recht schnell mit vielen Touristen, die alle den Sonnenaufgang sehen möchten.

Es ist sehr wolkig und so hat es die Sonne schwer den Himmel zu verfärben. Um 6:02 ist es dann soweit, die ersten Sonnenstrahlen tauchen neben dem Uluru auf. Bereits kurz nachdem die Sonne über den Horizont geklettert ist, verschwindet sie schon wieder in den Wolken. Nachdem es nun heller ist, hat man auch einen guten Blick auf die Kegel des Kata Tjuta.

Der Kata-Tjuta NP ist unser nächstes Ziel, hier wollen wir wandern. Wir starten mit unserer Wanderung bereits vor 7:00 Uhr, damit wir die Hitze vermeiden. Unsere Wanderung ist im Valley of Winds, unser Ziel ist der Karingana Lookout. Die Wanderung führt uns zwischen den riesigen Gesteinsformationen hindurch und sie ist zum Teil recht steil und steinig.

Im Anschluss besuchen wir noch einen Aussichtspunkt, von dem man die Berge des Kata Tjuta gut als Gesamtbild sehen kann.

Dann fahren wir in das Uluru Camp Center. Hier ist die Mittagspause geplant. Der Großteil der Gruppe hat die Möglichkeit am Pool des Camps etwas auszuruhen. Ich werde mit vier anderen Leuten abgeholt und wir werden zum Airport gefahren. Von hier aus machen wir einen 30-minutigen Hubschrauberflug um uns Uluru und Kata Tjuta aus der Luft anzusehen (285 Australische Dollar). Wir fliegen mit zwei Helikoptern gleichzeitig und jeder hat einen Fensterplatz. Ich sitze direkt vorne neben dem Piloten.

Leider sind die Lichtverhältnisse sehr schlecht und da es in der Umgebung einige Waldbrände gibt, ist es zudem ziemlich diesig. So tolle Ansichten wie auf den Postkarten bekommen wir daher leider nicht zu Gesicht, aber der Flug hat sich insgesamt doch gelohnt.

Nach dem Flug werden wir zum Rest der Gruppe zurück gebracht und können hier nun auch noch etwas Essen. Gegen 13:00 Uhr geht es dann weiter in Richtung Kings Canyon, wo unser nächstes Zeltcamp ist. Die Fahrt dauert einige Stunden und so machen wir unterwegs noch einige Stopps (Road-House, Lake Amadeus, Feuerholz sammeln und erste Hilfe für eine Deutsche Familie, die mit ihrem Wohnmobil liegen geblieben ist und nicht selber in der Lage ist, den platten Reifen zu wechseln).

Um kurz vor 18:00 Uhr kommen wir dann endlich in unserem Camp an. Es ist deutlich abgelegener als am Tag davor, weit und breit ist keine Menschenseele und wir sind ganz allein. Dusche und Toiletten sind dafür auch deutlich rustikaler. Es gibt zwei Duschen und zwei Toilettenhäuschen, jeweils ohne Türen mit direktem Blick in die Landschaft. Das warme Wasser wird durch ein holzgefeuerten Ofen bereitet. Das Abendessen macht diesmal Timmi auf dem großen Lagerfeuer bzw. auf dem Gasherd. Es gibt Nudeln mit Bolognese-Soße. Die Besonderheit ist, dass das Hack aus Känguru-Fleisch ist. Eine vegetarische Variante gibt es auch und beides schmeckt sehr lecker.

Am Abend beginnt es zu regnen und so können wir leider nicht am Lagerfeuer sitzen und auch wird diese Nacht wohl niemand draußen schlafen wegen des Regens. Es regnet die gesamte Nacht sehr stark und es ist sehr windig. Dann machen auch noch diverse Feuermelder – wahrscheinlich wegen des Windes und der hohen Luftfeuchtigkeit - Alarm und so werden wir ständig geweckt.

 

Samstag, 27. Oktober - Outback
Tag 14: Kings Canyon

Der Wecker klingelt um 5:15 Uhr und um 6:15 brechen wir auf. Durch den starken Regen in der Nacht ist der gesamte Campingplatz matschig und auch die Straßen sind entsprechend. Es regnet immer noch und so kann unsere große Wanderung am Kings Canyon nicht stattfinden. Es wäre zu gefährlich wegen der Rutschgefahr.

Wir fahren trotzdem erstmal in Richtung Kings Canyon, da ggf. eine kürzere Alternativwanderung möglich ist. Vor Ort bieten sich uns drei Alternativen:
Eine kurze 2km Wanderung, eine längere 6km Wanderung oder einfach im Bus bleiben. Da es  weiterhin stark regnet und auch ein Ende des Regens nicht in Sicht ist, bleibe ich im Bus. Die beiden Wanderalternativen werden während der Wanderung auch gleich wieder geändert, da ein sonst wasserloses Flussbett zu einem stattlichen Fluss herangeschwollen ist, den man nicht überqueren kann. Die Wanderer gehen trotz des Regens den Anfang der ursprünglich geplanten Route bis hinauf auf das Plateau. Von hier haben sie einen tolle Sicht auf den Canyon und es sind viele kleine Wasserfälle zu sehen, die es hier sonst gar nicht gibt.

Als die Wanderer zurück sind, fahren wir zum Kings Canyon Park HQ und tanken dort und haben die Möglichkeit ein paar Snacks für das Mittagessen zu kaufen.

Um zu unserem nächsten Tagesziel zu kommen müssen wir eine knapp 90km lange Dirtroad fahren. Es bestehen erst Bedenken, ob die Straße wegen der starken Regenfälle überhaupt befahrbar ist. In Absprache mit zwei anderen Reisegruppen fahren wir die Stecke als Kolonne. Da wir den kräftigsten Wagen haben, fahren wir als letztes, damit wir den anderen ggf. helfen können, falls sich ein Wagen im Matsch verfährt. An einigen Stellen ist die Straße überschwemmt und wir müssen kleinere Flüsschen durchfahren. Auch sonst ist die Straße nur schwer befahrbar, da sich der aufgeweichte Sand schnell in tiefe und schlammige Matschlöcher verwandelt. Zum Glück kommen alle drei Wagen problemlos durch die Strecke.

Nach der Dirtroad müssen wir noch ein Stück fahren und kommen dann am frühen Nachmittag endlich am Glen Helen Campground an. Das Camp hat schon bessere Zeiten gesehen und unsere Zelte sind schlechter als in den beiden Camps davor, so lassen sich einige Reißverschlüsse nicht mehr verschließen und mein Zelt ist zum Boden hin über mehrere Zentimeter offen, so dass Tiere und Staub ungehindert ins Zelt gelangen können.

Die Sanitäranlagen sind auch nicht sonderlich gut und der Schimmel hat sich gut ausgebreitet.

Hier macht uns Timmi erstmal etwas zu Essen (Spiegeleier mit Schinken). Wir erkunden kurz die Umgebung und gehen zur Glen Helen Gorge. Nach einem kurzen Besuch im Market gibt es dann schon Abendessen. Es gibt Steaks, Burgerfleisch, Würstchen und einige Salate sowie Brot, welches im Lagerfeuer gebacken wurde. Nach dem Essen sitzen wir noch kurz zusammen bei einem Glas Wein. Nachts regnet es dann noch ein paar mal.

 

Sonntag, 28. Oktober - Outback
Tag 15: Larapinta Trail

Nach einem leckeren Frühstück mit Eierkuchen starten wir heute um 8:00 Uhr. Unser erster Stopp ist ein Aussichtspunkt an dem man eine prima Aussicht auf die Umgebung und einige  Felsformationen hat. Hier erklärt uns Timmi einiges über die Lebensgewohnheiten und verschiedenen Stämme der Aborigines.

Als nächstes machen wir eine Wanderung im Ormiston Creek im West-Macdonnell-NP. Wir laufen erst zu einem Aussichtspunkt und dann hinunter in die Schlucht. Das Flussbett ist meist trocken, nur an einigen Stellen ist etwas Wasser. Durch die Schlucht geht es zurück zum Bus. Weiter geht es zu den Ocker Pits. Hier wurde Ocker abgebaut. Die Felsen sind schön bunt von gelb bis rot.

Dann fahren wir weiter zu unserem Lunch-Stopp am Ellery Creek Big Waterhole. Einige Leute baden und wir haben etwas Zeit zum lunchen. Wir verabschieden uns hier schon von Timmi und überreichen ihn unseren „Spezial-Drink“ (eine kleine Wasserflasche, die wir mit Geldscheinen gefüllt haben) und bedanken uns bei ihm.

Dann geht es weiter zurück nach Alice Springs. Wir checken wieder im selben Hotel ein und nehmen unser großes Gepäck wieder in Empfang. Nach den drei Tage im Outback ist die Dusche und das Zimmer sehr angenehm. Abends gehen noch einige ins Bojangles zum Essen.

 

Montag, 29. Oktober – Alice Springs-Cairns
Tag 16: Auf nach Cairns

Um 9:15 Uhr startet unser Transfer zum Flughafen. Wir checken problemlos ein und mit etwas Verspätung starten wir um kurz nach halb elf in Richtung Cairns.

Vom Flughafen in Cairns fahren wir zu unserer nächsten Unterkunft in Palm Cove. Es ist ein kleiner Ort direkt am Meer gelegen. Nachdem wir im Hotel eingecheckt haben, haben wir Freizeit. Ich gehe vom Hotel zum Strand und auf den Pier. Baden kann man hier nur sehr eingeschränkt. Es gibt überall am Strand Hinweisschilder, die vor Krokodilen und Quallen warnen und baden ist nur unter Aufsicht eines Lifeguards innerhalb eines Bereichs erlaubt, der zudem noch durch Fangnetze geschützt wird.

Nach dem Strandspaziergang setze ich mich in eines der vielen Restaurants an der Promenade und trinke eine Margarita. Nach einem kurzen Dusch-Stopp im Hotel gehe ich dann noch mit einigen Leuten von der Gruppe essen.
 

Dienstag, 30. Oktober – Cape Tribulation
Tag 17: Daintree-NP und eine Strandwanderung

Nach einem ausgiebigen Frühstück im Hotel geht es weiter in Richtung Norden entlang der Küste zum Cape Tribulation. Auf dem Weg dorthin müssen wir den Daintree-River mit einer Auto-Fähre überqueren.

Nach dem Übersetzen an das andere Ufer halten wir an einem Aussichtspunkt der einen herrlichen Blick auf die Küste bietet.

Dann geht es weiter Richtung Norden.

Unterwegs halten wir an einem Restaurant direkt am Strand, um unsere Lunchzeit zu machen. Ich esse nichts und mache stattdessen lieber einen Strandspaziergang. Leider ist auch hier wieder baden nicht erlaubt wegen der Krokodile und Quallen.

Als nächstes machen wir den Marrja Botanical Walk, einen Wanderweg durch Mangroven. Auf einem Boardwalk geht es durch den Regenwald, der hier besonders von Sumpflandschaft und Mangroven geprägt ist.

Dann geht es erstmal weiter zu unserer Unterkunft. Wir beziehen unsere Dschungel-Häuschen mitten im Wald. Die Hotelanlage ist sehr schön, jeder hat ein eigenes kleines Häuschen mit Terrasse, die von alten Bäumen und exotischen Büschen umgeben ist. In den Bäumen neben meinem Haus hängen viele Flughunde. Am Nachbarhäuschen hängt eine riesige Spinne in ihrem Netz und wartet auf Beute.

Wir brechen dann zu Fuß auf zum Myall-Beach bzw. Zum Dubuji-Boardwalk. Der Weg führt 1,2 km direkt durch den Regenwald und endet am Myall-Beach. Hier läuft man auch auf einem Holzsteg durch den Regenwald und hat so gute Einblicke in die Botanik. Auf einigen Info-Tafeln gibt es Hintergrundwissen zu bestimmten Pflanzen und Tieren.

Danach gehen wir zum Pub am Ende der Straße, trinken einige Pitcher Bier in der Happy Hour und bleiben dann auch gleich dort zum Abend essen.

 

Mittwoch, 31. Oktober – Cape Tribulation
18. Tag: Durch Mangrovenwälder am Myall Beach

Nach dem Frühstück fahren wir um 8:30 Uhr mit dem Bus ein paar km weiter nach Norden. Hier machen wir erst den Kulki-Boadwalk zu einem Aussichtspunkt. Danach geht es auf einem Wanderweg über den Bergrücken Richtung Süden. Wir kommen an einem Creek an, der direkt in das Meer führt. Da Ebbe ist, können wir gefahrlos weiterwandern. Bei höherem Wasserstand – es reicht bereits, dass das Wasser knöchelhoch ist - wäre das durchqueren des Flüsschens wegen der Krokodile zu gefährlich.

Wir wandern den Strand entlang bis zum Myall-Beach und steigen dort wieder in den Bus.

Der nächste Stopp ist bereits unser Mittagsrestaurant, obwohl es erst kurz nach 10:00 Uhr ist. Das Restaurant hat ein eigenes Waterhole, welches Krokodil-sicher ist und so nutzen einige die Gelegenheit kurz zu baden. Danach essen wir dann gemeinsam Mittag. Im Restaurant gibt es einige exotische Burger-Spezialitäten (z.B. Emu, Känguru), ich ziehe jedoch den normalen Beef-Burger vor.

Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. Einige gehen zum Fruit-Tasting und einige gehen zum Canopy (Mit dem Drahtseil von Plattform zu Plattform durch den Dschungel). Ich nutze die freie Zeit und mache noch einmal den Dubuji-Boardwalk, in der Hoffnung einen Cassuary zu sehen. Ich entdecke während des Walks einige Spinnen und andere Insekten und habe die Möglichkeit ein paar Schmetterlinge zu fotografieren. Einen Cassuary sehe ich leider nicht.

Im Hotel gehe ich kurz in den Pool um mich etwas zu erfrischen. Um 17:00 Uhr treffen wir uns bei Axel auf der Veranda. Bei ein paar Drinks und einer Käseplatte lassen wir den Nachmittag ausklingen. Das Abendessen ist dann direkt im Hotel.
 

Donnerstag, 01. November
19. Tag: Krokodile und Kängurus

Da wir leider noch immer kein Cassuary gesehen haben, stehe ich bereits um 6:00 Uhr morgens auf, um noch einmal den Dubuji-Boardwalk entlang zu gehen. Leider auch diesmal ohne Erfolg. Die Gruppe macht den Walk dann auch noch einmal etwas später und hat auch kein Glück.

Um 9:45 starten wir dann und verlassen unser Dschungel-Hotel. Als erstes gehen wir mit einem  kleinen Boot auf eine Krokodil-Pirsch und erfahren dabei alles über die größten Reptilien Australiens. Leider sehen wir – bis auf ein kleines Krokodil am Ufer – keine weiteren Krokodile.

Unser nächster Stopp, an dem wir auch gleich Mittag Essen, ist eine eine Zuflucht- bzw. Aufzucht-Station für Kängurus. Wir bekommen die Möglichkeit, einige kleine Kängurus mit Mohrrüben zu füttern und einige lassen sich dabei sogar streicheln. Neben den Kängurus gibt es hier auch noch einiges andere Getier und so sind einige Papageien und Sittiche zu sehen und im Vorgarten liegt eine Python-Schlange.

Gut gesättigt fahren wir ein Stück weiter und machen unsere letzte Wanderung im Regenwald. Eine letzte Chance einen Cassuary zu Gesicht zu bekommen. Der Wanderweg führt 2,7 km durch den Wald und wir sehen wieder viele eindrucksvolle Bäume und eine Riesenkröte … nur die Cassuaries halten sich weiterhin versteckt.

Mit der Autofähre fahren wir wieder zurück über den Daintree Fluss und unser letzter Stopp des Tages ist Port Douglas. Hier leben die „Schönen und Reichen“. Wir haben kurz Zeit den Ort zu erkunden und die meisten nutzen die Zeit ein paar Souvenirs zu kaufen.

Um kurz von 18:00 Uhr erreichen wir Palm Cove und checken wieder im Hotel Grand Chancellor ein. Nachdem wir uns etwas frisch gemacht haben, gehen einige zusammen an die Strandpromenade zum Essen.

 

Freitag, 02. November
20. Tag: In die Atherton Tablelands

Heute starten wir um 7:30 Uhr in Richtung Atherton Tablelands. Wir müssen durch Cairns hindurch fahren und kommen dann über eine sehr kurvige Straße unserem Ziel langsam näher. Wir umrunden den Lake Eacham auf einem ca. 3km langen Waldweg. Am Wegesrand gibt es einige eindrucksvolle alte Bäume, aber insgesamt ähnelt die Vegetation die der vorherigen Wanderungen. Nach der kurzen Wanderung nutzen einige unserer Gruppe die Möglichkeit, im See zu baden. Es gibt einige Hinweisschilder, dass es im See Süßwasserkrokodile gibt, denen man sich nicht nähern soll, aber wir bekommen keines zu Gesicht.

Weiter geht es in das kleine Örtchen Yungaburra, hier machen wir eine kurze Pause und können uns den alten Pub ansehen.

Weiter geht es zu einem kurzen Besuch bei einem alten Feigenbaum (Curtain Fig). Der Baum ist riesig groß und sehr eindrucksvoll. Die vielen Luftwurzeln wachsen wie ein dichter Vorhang zum Boden.

Danach machen wir einen kurzen Stopp in Kuranda um ums ein paar Snacks für den Lunch zu kaufen. Leider haben wir hier keine weitere Zeit, den Ort zu erkunden. Es geht weiter zu den Emerald Creek Falls, die wir von einem Aussichtspunkt gut sehen können, hier machen wir auch kurz unsere Lunchpause. Da es mal wieder recht stark regnet, sind wir froh über den Unterstand. Die geplante längere Wanderung machen wir wegen des schlechten Wetters und der zu erwartenden matschigen und rutschigen Wege nicht. Auch haben wir zeitlich etwas Rückstand, da der Stau am morgen den Zeitplan etwas nach hinten verschoben hat.

Wir fahren noch einmal kurz nach Kuranda und gucken uns den alten Bahnhof an. Die Geschäfte in Kuranda haben bereits zum Großteil geschlossen und so gibt es hier weiter nichts zu sehen.

Es geht dann zurück nach Palm Cove, wo wir um kurz vor 18:00 Uhr ankommen. Mit einigen der Gruppe gehe ich dann noch Abendessen.
 

Samstag, 03. November – Great Barrier Reef
Tag 21: Great Barrier Reef

Heute machen wir eine Schnorcheltour am Great Barrier Reef. Wir werden am Morgen von einem Bus am Hotel abgeholt und zum Hafen nach Cairns gefahren. Hier besteigen wir unser Schiff, die Ocean Spirit, einem großen Katamaran. Um ca. 8:30 Uhr geht die Fahrt los und wir fahren ca. 2 Stunden bevor wir unser Ziel erreichen.

Während der Fahrt gibt es eine ausführliche Sicherheitspräsentation und einen Vortrag von einer Meeresbiologin, die auf einem Bildschirm einige Fische und Korallen zeigt und einige Infos zu diesen Meeresbewohnern gibt.

Um kurz vor 11:00 Uhr kommen wir am Michaelmas Cay an und ankern. Als erstes machen wir eine halbstündige Fahrt mit einem „U-Boot“. Man sitzt hier unter der Wasseroberfläche und kann so die Unterwasserwelt durch große Fenster betrachten. Wir fahren an einigen Riffen vorbei und der Guide erklärt die jeweiligen Besonderheiten. Die Farben leuchten hier nicht so prächtig, aber immerhin sehen wir eine Schildkröte und haben einen ersten Blick auf die Unterwasserwelt.

Danach gibt es auf dem Katamaran ein Lunch-Buffet. Nach einem kurzen Snack lasse ich mich mit dem Transfer-Boot auf das kleine Michalmas Cay übersetzen. Die Sandbank/Insel ist nicht groß und von Menschen unbewohnt. Sie beherbergt ein Vogelschutzgebiet und man darf nur einen kleinen Teil des Strandes betreten. Die Vögel sind die Menschen scheinbar gewohnt und nisten direkt hinter den Absperrseilen. Es handelt sich um verschiedene Seevögel, teilweise mit Nachwuchs. Eine sehr gute Möglichkeit zum Fotografieren, so dicht kommt man nur selten an nistende Vögel, ohne dass diese einen angreifen.

Dann ist es endlich soweit und ich gehe zum schnorcheln. Man kann direkt vom Strand in das recht warme Wasser hineinlaufen und los schwimmen. Die Unterwasserwelt ist recht eindrucksvoll und es gibt einige bunte Fische und Korallen zu sehen. Ich habe mir eine Unterwasserkamera mit Gehäuse geliehen, aber leider ist das Display unter Wasser nahezu nicht zu sehen, so dass ich den Zoom so gut wie nicht verwenden kann. Ich bleibe bis zur letzten Möglichkeit auf der Insel und verbringe die Zeit mit schnorcheln. Dabei ziehe ich mir einen schönen Sonnenbrand zu da ich keinen der Schwimmanzüge trage.

Um 14.30 Uhr sind wir dann alle zurück auf dem Katamaran. Es wird akribisch gezählt, ob wirklich alle Passagiere an Bord sind und dann geht es zurück nach Cairns. Der Bus bringt uns vom Hafen zurück nach Palm Cove und wir sind um kurz von 18:00 Uhr wieder im Hotel.

Einige gehen dann noch gemeinsam Essen an der Strandpromenade.
 

Sonntag, 04. November
Tag 22: Ein freier Tag

Heute gibt es kein festes Programm und jeder kann den Tag verbringen wie der möchte. Die meisten der Gruppe mieten sich ein Taxi und fahren nach Kuranda um dort den Tag zu verbringen.

Ich habe eine Schnorchel-Tour am Great Barrier Reef gebucht. Um 7:30 Uhr werde ich am Hotel abgeholt und nach Port Douglas gefahren. Hier gehe ich an Bord der „Calypso“. Um 8:30 Uhr starten wir und kehren um 16:20 wieder zurück.

Wir machen in dieser Zeit drei Stopps am Tongue und Opal Reef, an denen man jeweils ca. eine Stunde schnorcheln oder tauchen kann. Man schnorchelt jeweils direkt vom Boot aus. Der Aus- und Einstieg ist dabei recht bequem über eine große Treppe, die am Heck ins Wasser geklappt wird.  Diesmal fotografiere und filme ich mit der GoPro, was wohl auch am Vortag die bessere Wahl gewesen wäre.

Zurück in Port Douglas muss ich leider fast eine Stunde auf den Transfer-Bus warten, und so bin ich erst um kurz vor 18:00 Uhr zurück am Hotel. Schnell unter die Dusche und dann gehe ich schnellen Schrittes zu unserem Abschiedsessen im Porto Fino-Restaurant. Ich bin dann sogar noch vor den anderen der Gruppe dort.

Axel hat jedem von uns ein kleines persönliches Geschenk mitgebracht, eine sehr nette Geste. Ich überreiche dann mit ein paar Worten unseren Umschlag mit der Trinkgeld-Sammlung und wir bedanken und alle bei ihm.

Zurück im Zimmer packe packe ich noch ein paar Sachen für die anstehende Rückreise zusammen.

 

Montag, 05. November
Tag 23: Heimreise

Um 9:30 Uhr holt uns der Bus vom Hotel ab und fährt uns zum Flughafen.
Wir checken problemlos ein und verabschieden uns dann von Axel, der von hier nach Melbourne nach Hause fliegt.

Unser Flug von Cairns nach Sydney startet recht pünktlich. Auf dem Flug habe ich tolle Aussichten auf das Great Barrier Reef. Wir landen pünktlich um 16:00 Uhr in Sydney. Unser Anschlussflug soll um 17:00 Uhr starten, es wird also recht knapp mit der Umsteigezeit. Ehe wir alle aus dem Flieger sind, sind fast 20 Minuten vergangen. Nun müssen wir vom Inlands-Terminal noch zum Internationalen Flughafen. Man wartet bereits mit einer Liste von Fluggästen am Terminal auf uns und der Transferbus wartet, bis alle von der Liste eingestiegen ist. Diverse Minuten später sind wir dann endlich am Internationalen Terminal angekommen. Hier müssen wir noch durch die Passkontrolle um offiziell auszureisen und dann auch noch durch die Sicherheitskontrolle.

Als wir dann endlich in den Flieger nach Singapur einsteigen ist es schon kurz vor 17:00 Uhr und der Final Call steht bereits an der Anzeigetafel.

Zum Glück hat alles geklappt und wir haben den Anschlussflug alle gut erreicht. Die Maschine ist nicht ausgebucht. Eigentlich sitze ich auf einem der mittleren Plätze im Mittelbereich, kann dann aber auf einem Fensterplatz sitzen, neben dem auch noch ein Platz frei ist. Das ist sehr angenehm.

Der Flug verläuft ruhig und ich gucke zwei Filme (The Revenant und Point Break). Point Break gucke ich mir an, weil wir auf der Reise, als wir am Bells Beach vorbei gefahren sind, über diesen Film gesprochen haben. Die Endszene des Films spielt in Australien genau an diesem Strand, der für seine besonders hohen Wellen bekannt ist. Nach fast neun Stunden Flugzeit kommen wir planmäßig in Singapur an. Wir müssen alle das Flugzeug verlassen und haben knapp zwei Stunden Aufenthalt in Singapur, bevor die nächste Etappe, den Flug von Singapur nach London, antreten.

Wir starten mit etwas Verspätung und der Flug verläuft ruhig. Die geplante Flugzeit beträgt 14 Stunden und 20 Minuten … sehr viel Zeit. Ich döse die meiste Zeit vor mich hin und gucke diesmal nur einen Film (Grand Budapest Hotel). Zwischendurch gibt es mehrmals Essen und Snacks. In London ist typischerweise Nebel und viel Flugverkehr und so fliegen wir kurz vor der Landung noch eine Ehrenrunde und landen etwas verspätet erst um kurz vor 7:00 Uhr Ortszeit.

 

Dienstag, 06. November
Tag 24: Ankunft

Am Flughafen in London fahre ich mit dem Transferbus vom Terminal 3 zum Terminal 5, von dem mein Flug nach Berlin starten wird. Nun trennt sich mein Weg vom Rest der Gruppe, da ich die Einzige bin, die nach Berlin fliegt. Die anderen fliegen alle nach Frankfurt.

Ich muss noch durch die Sicherheitskontrolle und dann noch etwas warten, bevor mein Gate angezeigt wird. Um ca. 9:00 Uhr Ortszeit startet dann der Flieger in Richtung Berlin … die letzte Etappe einer langen Rückreise. Um kurz vor 12:00 Uhr mittags landet der Flieger in Berlin und sogar mein Gepäck ist da!

Viel erlebt, viel gesehen … aber doch schön wieder zu Hause zu sein.